Fünfjährige S. aus Ghana sucht Kraft im Malen

September 2018

Die fünfjährige S. aus Ghana hat ein großes Talent: Sie kann Gefühle malen. „Sie kann mit ihren Bildern ausdrücken, ob etwas geglückt ist, sie macht Trauer sichtbar oder Begeisterung“, erklärt Brigitte Mey, Leiterin der KiTa und des Familienzentrums St. Marien in Essen-Segeroth. Das Mädchen habe eine außergewöhnliche Begabung und male ungewöhnlich detailgetreu. Um dieses große Talent zu fördern, unterstützt die Stiftung „Für Kinder“ bis zum Jahresende 2018 die Begleitung des KiTa-Mädchens durch eine Kreativpädagogin.

Das Mädchen sei mit der Mutter und drei Geschwistern aus Ghana geflohen, sie seien damals mit dem Boot in Italien gelandet, hätten dort ein Jahr zugebracht und seien schließlich nach Deutschland gekommen. Der Vater sei zwei Jahre später nachgekommen. Er habe in der KiTa erfolgreich an Deutschkursen teilgenommen und inzwischen auch Arbeit gefunden. Unterstützungs-Möglichkeiten könnten die Eltern der begabten Tochter aber nicht zukommen lassen. Daher habe sich Brigitte Mey entschieden, sich bei der Stiftung „Für Kinder“ um eine Förderung zu bewerben, die nun auch bewilligt wurde.

„Das Mädchen verarbeitet das, was sie auf der Flucht erlebt hat, sehr lebhaft in ihren Bildern“, sagt die Erzieherin. Wenn sie male, vergesse sie ihre Umgebung und konzentriere sich vollkommen auf ihr Bild. „Sie sucht die Kraft im Malen und sie findet sie im Malen.“

Durch die Arbeit mit der Kreativkünstlerin, die ab Herbst 2018 einmal pro Woche zu S. in die KiTa komme, solle ihr die Möglichkeit gegeben werden, ihr großes Talent zu fördern und weiterzuentwickeln. Sie soll dabei Einblick in unterschiedliche Materialien erhalten, diese erforschen und entdecken, um ihre Ausdrucksmöglichkeiten im künstlerischen Gestalten zu entdecken und zu entwickeln. Gleichzeitig biete das kreative Gestalten aber auch vielfältige Wege, um Wissen über die Welt zu erfahren und zu erweitern.

Hilfe bei der Muttersprache, um die Zweitsprach Deutsch leichter zu erlernen

September 2018

Sprache ist der Schlüssel, mit dem sich Kinder die Welt erschließen. Sprachkompetenz entscheidet mit über den späteren Lebensweg eines Kindes. In Gladbeck-Brauck jedoch sprechen viele Kinder kaum Deutsch. Dort leben die meisten Zuwandererfamilien im gesamten Sozialraum Gladbeck. Das Bildungs- und Sozialniveau wird auch aufgrund hoher Arbeitslosigkeit als defizitär bezeichnet. Für viele Kinder bedeutet das, dass sie in der Familie wenig Unterstützungsmöglichkeiten erhalten. Daher bietet die KiTa/Familienzentrum St. Marien in Gladbeck-Brauck ein besonderes Sprachprojekt an: Qualifizierte Fachkräfte begleiten elf Kinder und ihre Müttern dabei, die Muttersprache zu erlernen, damit sie dann die Zweitsprache Deutsch leichter erlernen können. Die Stiftung „Für Kinder“ fördert dieses Vorhaben.

Die Schuleingangsuntersuchungen haben klar belegt, dass eine Verschlechterung der deutschen Sprachkenntnisse bei Einschulungskindern – besonders im Stadtsüden – vorhanden ist. „Daher wollen wir frühzeitig und durch den regelmäßigen Besuch der Minigruppen zum Gelingen des Spracherwerbs beitragen“, begründet Michael Wichert, Einrichtungsleitung, das Projekt. Denn alle Kinder sollten die gleichen Bildungschancen haben – ganz gleich welcher Herkunft, bekräftigt er den Anspruch der KiTa und des Familienzentrums. Die niederschwelligen Bildungsangebote zielten darauf ab, ungünstige Entwicklungen im Erziehungsalltag zu meiden und Integration zu fördern.

Wo Märchen zum Erlebnis werden

September 2018

In der KiTa St. Michael in Werdohl werden Märchen künftig zu einem Erlebnis für die KiTa-Kinder. Dann werden die Märchen nicht nur vorgelesen, sondern von den Mädchen und Jungen auch sinnlich erfahren werden können. Möglich macht dies die Förderung des Leseratten-Projekts durch die Stiftung „Für Kinder“.

„Von dem Fördergeld haben wir eine Märchen-Kommode und eine Erlebnis-Matte angeschafft“, freut sich KiTa-Leiterin Melanie Küng. Die Kinder können sich künftig gemütlich auf die Matratze legen und zuhören, wenn Märchen vorgelesen werden. In der Märchen-Kommode sind verschiedene Materialien, mit denen Märchen dann auch nachgespielt werden können, zum Beispiel ein Schuh, wenn es um Aschenputtel geht. Auf diese Weise würden auch Kinder, die noch nicht gut Deutsch verstehen, den Inhalt des Märchens erkennen.

In der Einrichtung würden sehr viele Kinder mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrungen betreut. Und da Sprache der Schlüssel zur Welt ist, habe die KiTa dieses Leseprojekt als einen Schwerpunkt ausgewählt. Sprache spielt in diesem Projekt insgesamt eine große Rolle. Die Kinder denken sich Geschichten aus, erzählen sie untereinander weiter und sprechen sie auf ein Aufnahmegerät.

Die Erlebnis-Matte sei vielseitig einsetzbar, so die KiTa-Leiterin. Zum einen können sich die Kinder während des Zuhörens daraufsetzen, zum anderen sei es möglich, sie mit verschiedenen Materialien zu befüllen. „Man kann zum Beispiel Bälle hineinlegen und darüber laufen,“ erklärt Melanie Küng.

Im Laufe des Kindergartenjahrs soll dann ein großes Theaterprojekt entstehen. Dabei soll eines der Märchen von den Kindern als Theaterstück aufgeführt werden.

Kunst macht stark - Projekt für sozial benachteiligte Kinder in Gelsenkirchen-Horst

September 2018

Bildung ist für den Lebensweg von Kindern entscheidend. Sie ist Grundlage und Voraussetzung einer erfolgreichen und eigenständigen Lebensgestaltung für jeden einzelnen Menschen und kann Chancengleichheit herstellen. In dem Stadtteil Gelsenkirchen Horst weisen allerdings 18 Prozent der Kinder Defizite in elementaren Entwicklungskompetenzen beim Schulstart auf. Ein Teil dieser Kinder besucht das Familienzentrum St. Hippolytus. Sie sollen zusätzlich zu den anderen Angeboten mit dem kreativen Projekt ‚Kunst macht stark’, das mit der Graphikerin und freischaffenden Künstlerin Sara Liebe (https://www.liebedesign.de) im Familienzentrum St. Hippolytus umgesetzt werden soll, speziell gefördert und gestärkt werden. Die Stiftung „Für Kinder“ unterstützt das Vorhaben.

Im Elternhaus erlangen diese Kinder in der Regel wenig Aufmerksamkeit, schauen viel Fernsehen und sind sich oft selbst überlassen. Einige von ihnen sind entwicklungsverzögert, weil es ihnen an altersgerechten Angeboten sowie Beschäftigung und Zuwendung mangelt. Oftmals sind die Eltern selbst bildungsfern, so dass sie weder in der Lage sind, ihren Kindern Kompetenzen zu vermitteln, noch die Notwendigkeit dazu erkennen. Darüber hinaus fehlen den Familien in der Regel finanzielle Mittel, um den Kindern Bildungsangebote im Stadtteil zu ermöglichen.

Gerade bei sozial benachteiligten Kindern sind Lernmotivation und das Erleben der eigenen Selbstwirksamkeit aufgrund früher demotivierender Erfahrungen oft fragil. Es dominieren Erfahrungen der Ausgrenzung, des Versagens und der Resignation spätestens mit Beginn des Schulbesuchs.

Allen Kindern gemeinsam ist jedoch, dass sie regelmäßige und zuverlässige Angebote brauchen, mit deren Hilfe sie ihre Persönlichkeit nach- und weiterentwickeln, sowie neue Lern- als auch Selbsterfahrungen machen können, um sich selbst als liebenswert, selbstwirksam und chancengleich mit anderen erleben zu können. Und dazu möchte das Team um Susanne Hülsken, KiTa-Leitung, gemeinsam mit Sarah Liebe über das Projekt „Kunst macht stark“ beitragen.

Was wird getan:

  • Gestalten von Leinwänden mit verschiedenen Techniken
  • Modellieren mit Pappmaschee
  • Gestalten mit kostenlosem Material, z.B. Kartonweben
  • Besuch des Museums in Gelsenkirchen-Buer
  • Ausstellung der Werke der Kinder in der KiTa

Durch das Projekt werden viele unterschiedliche Fähigkeiten trainiert und entwickelt. Dazu gehören einmal Kreativität und Fantasie. Kreativität begleitet unser aller Leben. Sie kann jeden Tag genutzt werden, um das Leben zu bereichern und Problemlösungen zu finden. Wird die Kreativität von Kindern akzeptiert, unterstützt und gefördert, wird sie sich natürlich entwickeln und weiter entfalten können. Kinder, die früh lernen, die eigenen Vorstellungen selbstständig umzusetzen, werden später die Herausforderungen des Lebens leichter meistern können.

Die Kinder arbeiten in dem Projekt mit verschiedenen Formen und unterschiedlichem Material. Dabei werden auch das räumliche Vorstellungsvermögen und Denken ausgebaut und die Fein- und Grobmotorik praktiziert und trainiert.

Gefördert werden zudem Sprach- und Sozialkompetenz, das Allgemeinwissen wird erweitert. Denn die Kinder teilen während des Projektes miteinander ihr Wissen, tauschen sich verbal untereinander und mit der Künstlerin über die einzelnen Tätigkeiten aus und unterstützen sich gegenseitig.

In diesem Projekt dürfen die Kinder mit Geduld, Konzentration und Ruhe Kunstwerke erschaffen, die ihrer Persönlichkeit Platz geben und diese widerspiegeln. Wer Schönes erschafft, vergisst oft für eine Weile seine Sorgen. Dies gilt als wissenschaftlich erwiesen. Geduld, Konzentration und Entspannung werden während der künstlerischen Beschäftigung trainiert, dies trägt auch dazu bei, dass die Mädchen und Jungen diese Fähigkeiten später im Erwachsenenalter leichter abrufen können.

Stiftung für Kinder fördert Talente der Kinder über kreatives Tanzprojekt

September 2018

Tanzen gehört zur Lebenswelt von Kindern. Wenn sie Musik hören, beginnen sie zu agieren. Sie klatschen, machen rhythmische Bewegungen oder tanzen ganz spontan. Aber Tanzen ist nicht nur schön für Kinder, es fördert auch den Muskelaufbau, die Grobmotorik, Balance, Koordination und das soziale Miteinander. Und es ermöglicht Kindern, ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen. In der KiTa und dem Familienzentrum St. Mariae Rosenkranz in Mülheim sollen Kinder, die aufgrund ihrer Familiensituation nicht die Chance haben, an Fördermaßnahmen teilnehmen zu können, über ein spezielles Tanzprojekt gefördert werden. Die Stiftung „Für Kinder“ unterstützt dieses Projekt.

Viele Kinder, so hat das Team von Ramona Öttgen, KiTa-Leitung, beobachtet, würden sich gern in Rollenspielen mit verschiedenen Materialen wie etwa Chiffontücher zur Musik bewegen. Sie sollen über ein Tanzprojekt dazu angeregt werden, ihr Talent und ihre Kreativität auszuleben und weiter zu entwickeln.

Dazu soll eine ausgebildete Tanzpädagogin einmal pro Woche in die KiTa kommen und acht bis zehn Mädchen und Jungen im Alter von drei bis fünf Jahren kreative Kindertänze näherbringen. Das Projekt soll in dem Zeitraum von Oktober 2018 bis März 2019 stattfinden. Anschließend sollen in Elterngesprächen nachhaltige Projekte erörtert werden.

Stiftung "Für Kinder" spendet Musikinstrumente für Kinder mit Fluchterfahrung

21.02.2017

Für einige syrische und afghanische Kinder, die in einer kurzfristig installierten Kindergartengruppe vom SKF für Kinder mit Fluchterfahrung untergebracht sind, hat die Stiftung „Für Kinder“ im Bistum Essen eine Spende überreicht.

Die Freude war den Kindern deutlich anzusehen: Neugierig und voller Tatendrang öffneten sie die Taschen mit den gespendeten Rhythmik-Instrumenten und probierten die Instrumente wie Klangstäbe und Triangeln sofort aus. Ein Orchester aus unterschiedlichsten Klängen breitete sich aus und erhellte den Raum.

"Mit dieser Tasche voller Instrumente überreichen wir den Kindern ihre Zukunftsmusik", so Peter Wenzel, Geschäftsführung der Stiftung „Für Kinder“. „Durch das Musizieren können die Kinder kreativ werden, ihre Gefühle zum Ausdruck bringen und somit auch das Erlebte verarbeiten“. Musik sei international und kenne keine Grenzen, weder des Geistes noch der Herkunft. „Sie bringt uns Freude und inspiriert uns, spendet Trost bei Traurigkeit und gibt Hoffnung wenn wir nicht mehr weiter wissen. So schaffen diese Instrumente eine Melodie für eine Zukunft ohne Grenzen.“

Danny Bomblatus, KiTa-Leiter der Einrichtung St. Antonius, stellte den Kontakt zu dieser Kindergartengruppe her, die vom Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) eingerichtet wurde für einige Kinder und ihre Familien, die aus ihren Heimatländern aufgrund der vorherrschenden Kriegssituation flüchten mussten. Diese Gruppe richtet sich an Mädchen und Jungen, die noch nicht in KiTas im Umfeld integriert werden konnten. Seit der Planung dieser Gruppe unterstützt die KiTa St. Antonius & Verbund Familienzentrum Märkische Straße in Essen, die sich in Trägerschaft des KiTa Zweckverbands befindet, diese Gruppe. Im Rahmen einer Veranstaltung wurden den Kindern Spenden überreicht. So hat die Stiftung "Für Kinder" des KiTa Zweckverbands im Bistum Essen der Gruppe rund 30 verschiedene Musikinstrumente geschenkt.

Stiftung „Für Kinder“ verleiht Schutzengelpreis zum dritten Mal

29.11.2016

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck überreicht die Auszeichnung an vier Preisträger. „Sie wirken mit an der Bildung des Herzens der Kinder.“

Die Stiftung „Für Kinder“ im Bistum Essen hat am Montag, 28. November 2016, zum dritten Mal den Preis „Schutzengel für Kinder“ verliehen. Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck überreichte die Auszeichnung bei einer Festveranstaltung in den Räumen des Unternehmens Evonik Industries in Essen an die vier Preisträger. Sie haben sich in besonderem Maß für die Förderung von benachteiligten Kindern, für die Bekämpfung von Kinderarmut oder die Partizipation von Kindern eingesetzt. Der Ruhrbischof sprach dabei einen Wert, ein Anliegen an, das alle Preisträger verbinde: Sie würden daran mitwirken, dass Kinder neben der körperlichen, geistigen und seelischen Unterstützung noch etwas Wesentliches erführen: Herzensbildung.

Den Schutzengelpreis 2016 erhielten das Friedensdorf International, Oberhausen-Dinslaken; Lavia - Institut für Familientrauerbegleitung, Gelsenkirchen; Karl Dimmers alias Clown Charly, Hattingen. Einen Sonderpreis erhielt der frühere Fußballer und jetzige Fußballtrainer Gerald Asamoah, Marl, der eine Stiftung für herzkranke Kinder gegründet hat.

Das Friedensdorf fliegt kranke und verletzte Kinder aus den Krisengebieten der Welt zur medizinischen Behandlung nach Deutschland und betreut sie in dieser Zeit. Das Familientrauerinstitut Lavia unterstützt Kinder und Jugendliche, die einen Angehörigen durch Tod verloren haben, bei der Trauer. Der pensionierte Lehrer Karl Dimmers besucht als Clown Charly Kinder in Kliniken, im Hospiz und geht auch in Kindertageseinrichtungen, um Kindern Freude und einen Moment der Unbeschwertheit zu schenken. Gerald Asamoah ist trotz seines Herzfehlers Profi-Fußballer geworden. Er hat eine Stiftung gegründet, um herzkranken Kindern zu helfen und um Vorbild für sie zu sein, trotz ihrer Erkrankung den Mut nicht aufzugeben.

Der Schutzengelpreis ist mit 1.000 Euro dotiert, den Betrag zahlt nicht die Stiftung aus, er wird eigens für diesen Zweck von der Bank im Bistum Essen gespendet. Sehr dankbar ist die Stiftung dem Unternehmen Evonik Industries und dessen Personalvorstand Thomas Wessel, dafür, dass sie die Räumlichkeiten für die Ausrichtung der Festveranstaltung zur Verfügung gestellt haben.

Generalvikar Klaus Pfeffer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Für Kinder“ und zugleich Gastgeber der Festveranstaltung, hob vor den Anwesenden auch das vorbildhafte Handeln der Preisträger und der Nominierten hervor. Häufig, sagte er nicht ohne selbstkritisch auch auf die Kirche zu blicken, werde Unterstützung für die junge Generation von Kirche, Staat und Gesellschaft gefordert, abstrakt also von Institutionen. Die Preisträger jedoch seien „hier, weil sie sich ihrer Mitverantwortung bewusst“ seien. Sie machten sich ganz konkret dafür stark, „dass der Einsatz für Kinder heute Aufmerksamkeit, Würdigung und Werbung“ erfahre. Der Generalvikar bezeichnete die Lage vieler Kinder vor allem im Ruhrgebiet als „dramatisch“. Sie gehörten zu den Ärmsten der Gesellschaft.

Eine Jury beschließt jeweils, wer den Preis erhält. In diesem Jahr gehörten dem Gremium neben dem Stiftungsvorstand auch Friederike Zurhausen, Polizeipräsidentin Recklinghausen, und Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor von Evonik Industries, an. Ihnen fiel die schwierige Aufgabe zu, aus den sehr zahlreichen Nominierungen schließlich die Preisträger zu ermitteln.

Den vollständigen Text der Rede zur Preisverleihung 2016 von Generalvikar Klaus Pfeffer finden Sie hier.

Begegnung mit Flüchtlingskindern

29.10.2015

Die Stiftung „Für Kinder“ lud Flüchtlingskinder zu einer Aufführung mit Zauberer LIAR und Clown Bobori ein.

Heute hat die Stiftung „Für Kinder“ zur Veranstaltung in den Pfarrsaal von St. Gertrud etwa 100 Kinder aus den KiTas in der Trägerschaft des KiTa Zweckverbands eingeladen, die eine Flucht hinter sich haben und Kinder, die in den Einrichtungen oder in deren Umgebung Begegnungen mit Flüchtlingen haben. Sie alle sollten in diesen zwei Stunden ihren Alltag vergessen und gemeinsam Spaß haben. Sprachliche Hürden spielten keine Rolle in dem Programm der beiden Künstler, Zauberer LIAR und Clown Bobori kommen ohne viele Worte aus. Der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung „Für Kinder“, Generalvikar Msgr. Klaus Pfeffer, hieß die Gäste willkommen.

Das Schicksal der Flüchtlinge bewegt das gesamte Land. Uns als Stiftung „Für Kinder“ liegt vor allen Dingen das Wohl der Flüchtlingskinder am Herzen. Über erwachsene Flüchtlinge, die aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen flüchten, wird viel gesprochen. Niemand nimmt zur Kenntnis, dass Flüchtlingskinder nichts mit einer wirtschaftlichen oder politischen Situation zu tun haben, sondern einfach Kinder sind!
Viele von ihnen haben schlimme Erlebnisse verarbeiten und liebe Verwandte, Freunde und eine vertraute Umgebung verlassen müssen. Um ihnen und ihren Eltern ein Zeichen des Willkommenseins zu geben und ein paar Stunden Unbeschwertheit zu schenken, haben der Zauberer LIAR aus Gladbeck und Clown Bobori aus Essen eine fröhliche und geradezu „zauberhafte“ Aufführung vorbereitet, zu der wir Sie sehr herzlich einladen.

Die Stiftung „Für Kinder“ wurde 2012 durch den KiTa Zweckverband im Bistum Essen gegründet und unterstützt Projekte, die vor allem benachteiligte Kinder schützen, stärken, fördern und Ihnen Teilhabe ermöglicht.

Wechsel im Stiftungsvorstand

26.02.2015

Generalvikar Msgr. Klaus Pfeffer hat den Vorsitz der Stiftung „Für Kinder“ übernommen.

Die 2012 gegründete Stiftung „Für Kinder“ hat einen neuen ersten Vorsitzenden: Generalvikar Msgr. Klaus Pfeffer leitet fortan den Stiftungsvorstand „Ich fühle mich dem Stiftungszweck sehr verbunden“, freut sich Pfeffer auf seine neue Aufgabe. „Für die Rechte von Kindern wollen und müssen wir uns unbedingt einsetzen, denn alle Kinder haben die gleichen Chancen verdient. Wir sollten unser Bestmöglichstes tun, ihnen diese auch zu eröffnen“, betont der Generalvikar.

Der Zweckverband Katholische Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Essen, kurz KiTa Zweckverband, hat im März 2012 die Stiftung „Für Kinder“ ins Leben gerufen. Weil Kinder zu den Schwächsten und häufig auch zu den Ärmsten einer Gesellschaft gehören, möchte die Stiftung dabei helfen, sie vor jeglicher Form von Gewalt und Ausbeutung zu schützen. Aus diesem Grund unterstützt sie Personen und Projekte, die vor allem armen und benachteiligten Kindern Chancen in den Bereichen Bildung, Kultur, Bewegung, Gesundheit, persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe eröffnen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.für-kinder.de.

Stiftungswebsite von Hackern drei Tage lahm gelegt

19.02.2015

Die Website der Stiftung „Für Kinder“ wurde von Unbekannten gehackt und ist nur noch eingeschränkt online.

Auf der Website www.für-kinder.de wurden schadhafte Codes eingebunden. Dies stellt ein großes Problem da, denn durch diese Codes können die Täter jeden Inhalt auf der Website platzieren, den sie möchten. „Kinder zählen zu den Schwächsten in unserer Gesellschaft“, so Peter Wenzel, Geschäftsführer des KiTa Zweckverbands. „Es ist unvorstellbar, dass eine Website, die auf die Rechte von Kindern aufmerksam macht, mutwillig gehackt wird.“

Für drei Tage wurde die Stiftungsseite aus dem Netz genommen, um die schadhaften Codes zu entfernen. Nun ist Sie wieder online, jedoch nur eingeschränkt nutzbar, zum Beispiel sind auf den Unterseiten keine Bilder mehr zu finden. Ob es sich bei dem Hackerangriff um einen automatisierten oder individuellen Angriff handelt, ist nicht bekannt.

Kalender zum Thema Kinderrechte

26.11.2014

Die Stiftung „Für Kinder“ erstellt für das Jahr 2015 einen Kalender.


Kinder haben Rechte! Für die Wahrnehmung und Umsetzung dieser Rechte setzt sich die Stiftung „Für Kinder“ im Bistum Essen ein. Um diesem Thema besonderen Nachdruck zu verleihen und ein nachhaltiges Bewusstsein für dieses Anliegen zu schaffen, hat sie für das Jahr 2015 einen Kalender konzipiert, der sich genau damit auseinandersetzt.

Auf jeder Kalenderseite wird ein Recht in den Fokus genommen. In Kombination mit aktuellen Fotos aus den Einrichtungen des KiTa Zweckverbands kann die inhaltliche Tiefe auf ansprechende Weise Ausdruck finden.

Der Kalender wird in den rund 270 Kindertageseinrichtungen des KiTa Zweckverbands sowie an Kooperationspartner in den Städten und Kommunen verteilt. Wer darüber hinaus ein Exemplar erhalten möchte, kann sich gerne an die Geschäftsstelle des KiTa Zweckverbands (Telefon: 0201 8675336-10) wenden. Dort ist der Kalender gegen eine Spende für die Stiftung „Für Kinder“ erhältlich.

Zweite Preisverleihung

10.11.2014

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck verlieh am 10. November 2014 die Auszeichnung „Schutzengel für Kinder“ an vier Preisträger.

Die Stiftung „Für Kinder“ verlieh am Montag, 10. November 2014, zum zweiten Mal den Preis „Schutzengel für Kinder“. Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck überreichte diese Auszeichnung in der Bottroper Lohnhalle vor rund 150 geladenen Gästen an vier Preisträger, die sich in besonderem Maße für Kinder starkmachen. „Ich freue mich über so viel Engagement für unseren Nachwuchs. Den Preisträgern und allen Nominierten gilt meine große Anerkennung“, so der Bischof.

Mit dem Preis fördert die Stiftung „Für Kinder“ Personen, Initiativen und Organisationen, die sich überzeugend, nachhaltig und beispielhaft in den Bereichen Kinderschutz, Kinderarmut, Förderung oder Partizipation von Kindern engagieren. In diesem Jahr ging die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung an den Petershof in Duisburg-Marxloh, an Claudia Schubert, die Leiterin des „Integrationskreises Regenbogen“, und an die Eheleute Ursula und Heinz Paul. Einen Sonderpreis bekam der Fußballer Manuel Neuer, der mit seiner „Manuel Neuer Kids Foundation“ benachteiligten Kindern im Ruhrgebiet Hilfe und Unterstützung bietet. Den Preis nahm Peter Neuer stellvertretend für seinen Sohn entgegen, der die Anwesenden mit einer persönlichen Videobotschaft überraschte.

Wer den Preis erhält, beschließt eine Jury. In diesem Jahr zählten zu diesem Gremium neben dem Stiftungsvorstand auch Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung, und Dirk Opalka, Geschäftsführer des Initiativkreises Ruhr. Sie sichteten die zahlreichen Nominierungen und hatten die schwierige Aufgabe, eine Entscheidung zu treffen.

Als Gastgeber begrüßte Prälat Dr. Hans-Werner Thönnes, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Für Kinder“, die Anwesenden. „Wir danken nicht nur den Nominierten, sondern auch all denen, die das Engagement sehen und würdigen und die andere Menschen auf sehr liebevolle und selbstlose Weise für den Preis vorgeschlagen haben.“

Ein besonderer Ehrengast war an dem Abend unter anderem NRW-Landtagspräsidentin Carina Gödecke. In ihrem Grußwort wies sie auf die fortwährende Notwendigkeit hin, sich für die Rechte von Kindern starkzumachen: „Kinder sind nicht nur Geschenk, sie sind auch die Zukunft unserer Gesellschaft. Die Heranwachsenden zu schützen ist deshalb mehr als nur eine Möglichkeit – es ist uns allen eine gemeinsame Pflicht.“

 

Zu den Preisträgern

Manuel Neuer
Manuel Neuer hat die Manuel Neuer Kids Foundation mit dem Ziel gegründet, sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen, insbesondere in den Ballungszentren des Ruhrgebiets, Hilfe und Unterstützung zu bieten. Mit verschiedenen Projekten zeigt die Stiftung Perspektiven auf und trägt zur sozialen Integration bei. So ermöglichte die Manuel Neuer Kids Foundation z. B. einigen Kindern der Propsteipfarrei St. Urbanus in Gelsenkirchen die Teilnahme an einer Ferienfreizeit.


Petershof – Sozialpastorales Zentrum
Der Petershof, der zur Pfarrei St. Norbert gehört, ist eine zentrale Anlaufstelle für Menschen in Duisburg-Marxloh – unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Glauben. Er bietet vielfältige soziale und vor allem kostenlose Hilfsangebote: eine ärztliche Untersuchung für nicht krankenversicherte Kinder, Sprachförderung oder Freizeitangebote.


Claudia Schubert
Seit 24 Jahren leitet Claudia Schubert den Integrationskreis Regenbogen in der Musikschule Oberhausen. Wöchentlich probt die Gruppe, bestehend aus Menschen mit und ohne Behinderung, für zahlreiche Auftritte im Jahr, die Claudia Schubert ehrenamtlich organisiert. Darüber hinaus engagiert sie sich für ein schwerkrankes Kleinkind, das sie einmal in der Woche begleitet und pflegt.


Ursula und Heinz Paul
Seit vielen Jahren sind Ursula und Heinz Paul ehrenamtlich für den Essener Kinderschutzbund tätig. Mehrmals pro Woche besucht Ursula Paul im Klinikum Essen schwer kranke Kinder. Sie verbringt Zeit mit ihnen und spielt Spiele, sofern dies aufgrund des Gesundheitszustands möglich ist. Heinz Paul ist bei der Hausaufgabenbetreuung ein beliebter Ansprechpartner für kleine und große Kinder mit und ohne Migrationshintergrund.

 

Erste Preisverleihung

11.12.2012

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck verlieh am 10. Dezember 2012 die Auszeichnung „Schutzengel für Kinder" an vier Preisträger 

Kulinarische Genüsse

25.10.2013

Die Oberhausener KiTa St. Pankratius-Entdeckungskiste veranstaltet ein „Schutzengelmahl“ und sammelt rund 1.400 Euro zugunsten der Stiftung „Für Kinder“.

 

Herbstzeit ist Kürbiszeit: Ganz im Zeichen der schmackhaften Frucht stand deshalb das „Schutzengelmahl“ der Oberhausener KiTa St. Pankratius-Entdeckungskiste. 30 geladene Gäste dinierten am Donnerstag, dem 24. Oktober 2013, für den guten Zweck, denn mehr als die Hälfte der Einnahmen ging an die Stiftung „Für Kinder“.

 

Kürbis-Orangensüppchen, Lasagne vom Kürbis und Kürbis-Mousse – im exklusiven Ambiente der St.-Bernardus-Eventkirche genossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein exquisites Drei-Gänge-Menü. Meisterkoch Tobias Fleckner belegte eindrucksvoll, warum er es in seiner Disziplin bereits bis zum Olympiasieger gebracht hat. Tatkräftige Unterstützung erhielt das ehemalige Mitglied der Koch-Nationalmannschaft der Bundeswehr dabei von den Vorschulkindern der Kindertageseinrichtung. Getreu dem Motto „Früh übt sich, was ein Meister werden will“ wurden die kulinarischen Genüsse gemeinsam zubereitet. „Die Kinder waren wirklich mit Begeisterung bei der Sache“, so Einrichtungsleiterin Anne Klag. „Wer weiß, vielleicht hat ja an diesem Abend ein zukünftiger Koch-Olympiasieger sein Debüt gegeben.“

 

Goldmedaillen konnte der Nachwuchs am Donnerstag zwar noch nicht für sich verbuchen, aber auf jeden Fall die Gewissheit, zu einem sehr gelungenen Abend beigetragen zu haben. Neben der Zubereitung des „Schutzengelmahls“ waren die Mädchen und Jungen auch an einem abwechslungsreichen Unterhaltungsprogramm sowie einer Versteigerung beteiligt. Selbst gestaltete Bilder, Engel und Bänke waren bei der Versteigerung heiß begehrt. Allenthalben sah man zufriedene Gesichter. Besonders glücklich zeigte sich Prälat Dr. Hans-Werner Thönnes, Bischofsvikar für die Caritas und Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Für Kinder“, der rund 1.400 Euro als Spende entgegennehmen konnte: „Anderen Menschen, denen es nicht so gut geht, zu helfen, ist nicht nur Gebot, sondern eine Freude. Dieser Abend zeigt: Hilfe bedeutet nicht automatisch Anstrengung und Entbehrung, sondern kann ein wahrer Genuss sein – für Leib und Seele.“

 

Die Stiftung „Für Kinder“ wurde im März 2012 vom KiTa Zweckverband im Bistum Essen ins Leben gerufen. Die Stiftung will dabei helfen, Kindern eine gleichberechtigte Partizipation an den für sie relevanten gesellschaftlichen Bereichen zu ermöglichen und sie vor jeglicher Form von Gewalt und Ausbeutung zu schützen. Im Dezember des vergangenen Jahres verlieh Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck erstmals im Namen der Stiftung den Preis „Schutzengel für Kinder“, mit dem Personen, Initiativen oder Organisation ausgezeichnet werden, die sich überzeugend und nachhaltig in den Bereichen Kinderschutz, Kinderarmut, Förderung oder Partizipation von Kindern engagieren.

Kinder in der Krise

09.03.2012

KiTa Zweckverband im Bistum Essen gründet Stiftung „Für Kinder“ / Kinder haben ein Recht auf Teilhabe und eine geschützte Kindheit / „Wir helfen zu helfen“


Stiftung für Kinder